Das Internet der Dinge zieht in die Fabrik. Wir befinden uns am Beginn der vierten industriellen Revolution – Industrie 4.0. Sie wandelt nicht nur die Produktionslogik, sondern fordert auch die Geschäftsmodelle vieler deutscher Unternehmen heraus. Aus Wertschöpfungsketten werden Wertschöpfungsnetzwerke, intelligente Produkte werden zu Plattformen für innovative Dienstleistungen, Produktionsprozesse und Logistik können in Echtzeit optimiert werden. Die digital vernetzte Produktion soll Ressourcen schonen und Flexibilität zugunsten der Arbeitnehmer ermöglichen. Doch wie können Unternehmen diesen Wandel mitgestalten? Wie können sie Ihr Know-how auch in der Cloud schützen, ihre Mitarbeiter mitnehmen und wie kann die schrittweise Einführung von Industrie 4.0-Technologien im Unternehmen gelingen? In unserem 5-wöchigen Kurs liefern Experten aus Unternehmen und Wissenschaft mögliche Antworten und Umsetzungsbeispiele.
Selbststudium
Kurssprache: Deutsch

Kursinformationen


Wir befinden uns am Beginn der vierten industriellen Revolution – Industrie 4.0. Das Internet der Dinge zieht in die Fabrik und wandelt unsere Art zu wirtschaften und zu arbeiten grundlegend. Produkte steuern den Produktionsprozess aktiv mit, Produktionsprozesse und Logistik können in Echtzeit optimiert werden. LKWs wiegen beispielsweise ihre Transportlast und entscheiden allein, wann sie nachladen sollten, um Lieferengpässe zu vermeiden. Auch die Anforderungen an die Beschäftigten ändern sich: Sie nehmen stärker koordinierende Aufgaben wahr und interagieren mit intelligenten Assistenzsystemen und Robotern.
Und der Wandel macht nicht an den Fabrikzäunen halt. Die Digitalisierung verwandelt praktisch jeden Gegenstand, jedes Gerät und jede Maschine in einen Internetknotenpunkt, der mit anderen kommuniziert. Heute schon gibt es davon 15 Milliarden. Verlassen solche smarten Produkte die Fabriken, werden sie zur Grundlage neuer, datengetriebener Geschäftsmodelle. Industrie 4.0 ist aber nicht nur ein industriepolitisches Thema, sondern adressiert auch ökologische und soziale Herausforderungen wie Ressourceneffizienz, Umweltschutz oder Urbanisierung. Industrie 4.0 ist eine große Chance. Viele Unternehmen setzen bereits Industrie 4.0-Strategien um und heben die Optimierungspotenziale für Ihre Produktionsprozesse. Was heißt Industrie 4.0 für die Beschäftigten, für die Arbeit von morgen? Wie gut sind Unternehmen auf die digitale Revolution vorbereitet? Welche neuen Sicherheitslücken ergeben sich in der vernetzten Produktion und welche Empfehlungen geben Experten, um sich zu schützen?

In unserem 5-wöchigen Onlinekurs, einer Kooperation der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und des Hasso-Plattner-Instituts, liefern herausragende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft die Antworten und beleuchten alle Aspekte der vierten industriellen Revolution.

Kursablauf und Referenten

Woche 1: Die Vision Industrie 4.0
Reiner Anderl (TU Darmstadt): Ziele der Industrie 4.0
Dieter Spath (Wittenstein AG): Blick in die Smart Factory – Die neue Qualität der Flexibilität
Uwe Weiss (Blue Yonder): Produktionsprozesse mit Big Data optimieren
Michael ten Hompel (Fraunhofer IML): Logistik 4.0
Peter Weckesser (Siemens): Datenbasierte Geschäftsmodelle – Der Nutzer im Zentrum
Ansgar Baums (HP): Industrie 4.0 und digitale Plattformen
Peter Stephan (Wittenstein AG): Urbane Produktion bei Wittenstein
Jochen Schlick (Wittenstein AG): Mobiles Produktionsmanagement
Dirk Slama (Bosch Software Innovations): Enterprise IoT

Woche 2: Die technologischen Grundlagen der Industrie 4.0
Wolfgang Wahlster (DFKI): Die technologischen Grundlagen
Detlef Zühlke (SmartFactoryKL): Interoperabilität in der Smart Factory
Jürgen Gausemeier (Heinz Nixdorf Institut, Universität Paderborn) u. Roman Dumitrescu (Fraunhofer IEM): Intelligente techn. Systeme und Systems Engineering
Reiner Anderl (TU Darmstadt): RAMI 4.0 und Industrie 4.0-Komponenten
Heinrich Munz (KUKA Roboter): M2M-Kommunikation in Echtzeit
Bernd Leukert (SAP) im Gespräch mit Henning Kagermann (acatech): Cloud- und Echtzeitcomputing

Woche 3: Wandel der Arbeitswelt und der Aus- und Weiterbildung
Arnold Picot (Ludwig-Maximilians-Universität München): Der Wandel der Arbeitswelt
Wilhelm Bauer (Fraunhofer IAO): Wandel der Produktionsarbeit
Hartmut Hirsch-Kreinsen (TU Dortmund): Wandel der Arbeitsorganisation
Klaus Herrmann (Festo Lernzentrum / APPsist): Assistenzsysteme in der Produktion
Lars Nagel (Industrial Data Space e.V.; früher Globalgate GmbH): Personalisiertes Lernen
Uwe Schirmer (Bosch): Herausforderungen für HR
Constanze Kurz (IG Metall): Industrie 4.0 human gestalten
Michael Woltering (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft): Die Perspektiven des Mittelstands
Christian Wachter (imc AG): Digitale Transformation der Qualifizierung

Woche 4: Sicherheit
Christoph Meinel (Hasso-Plattner-Institut) – IT-Sicherheit: Grundlage für Industrie 4.0
Claudia Eckert (TU München): Industrie 4.0: Aber sicher!
Wolf-Rüdiger Moritz (Infineon): Die Säulen der Informationssicherheit
Armin Pfoh (TÜV Süd AG): Industrial IT Security
Detlev Richter (TÜV Süd AG): Modulare Zertifizierung – Produktsicherheit für Industrie 4.0
Johannes Buchmann (TU Darmstadt): Privatheit in der Digitalen Welt
Ernst Esslinger (HOMAG Group): IT Security – Der Blick des Anlagenbauers
Michael Littger (Deutschland sicher im Netz e.V.): IT-Sicherheit & Datenschutz

Woche 5: Einführung im Betrieb
Günther Schuh (RWTH Aachen): Einführung in den Betrieb
Volker Stich (FIR / RWTH Aachen): Konzeptionelle Unterstützung bei der Einführung
Frank Knafla (Phoenix Contact): Die intelligente Produktion
Markus Hannen (PTC): Closed Loop Lifecycle Management
Franz Gruber (FORCAM): Was erreichen Sie mit der Einführung?
Christian Mosch (VDMA): Das Industrie 4.0 Readiness-Modell
August-Wilhelm Scheer (Scheer Holding): Vom Geschäftsmodell zur Umsetzung – Die Rolle der Individualisierung an zwei Beispielen.
Olaf Sauer (Fraunhofer IOSB): Industrie 4.0 und MES

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Es gibt keine formellen Vorbedingungen oder Einschränkungen für die Teilnahme an diesem Kurs. Der Kurs ist frei, kostenlos und zugänglich für alle. Sie benötigen lediglich ein Nutzerkonto auf mooc.house und schon können Sie den Kurs belegen!

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Dieser Kurs wurde vom 25. April 2016 bis 30. Mai 2016 gehalten.

9144 Teilnehmer eingeschrieben.

Anforderungen für Leistungsnachweise


Das Zeugnis erhält, wer in der Summe aller benoteten Aufgaben mehr als 50% der Höchstpunktzahl erreicht hat. Die Teilnahmebestätigung erhält, wer auf zumindest 50% der Kursunterlagen zugegriffen hat. Mehr Informationen finden Sie in den Richtlinien für Leistungsnachweise.

Dieser Kurs wird angeboten von


Prof. Dr. Henning Kagermann

Henning Kagermann ist seit 2009 Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die unabhängige, gemeinwohlorientierte und wissenschaftsbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung leistet. Von 2010 bis 2013 trieb er als Sprecher der Promotorengruppe Kommunikation der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft sowie des Steuerkreises des Innovationsdialogs zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft Zukunftsprojekte wie Industrie 4.0 und Smart Service Welt voran. Seit 2015 begleitet Henning Kagermann als Mitglied des Hightech-Forums die Weiterentwicklung der deutschen Forschungs- und Innovationspolitik und ist Sprecher des dortigen Fachforums Autonome Systeme. Mit der Gründung der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) wurde Henning Kagermann 2010 zu deren Vorsitzenden berufen. Seitdem leitet er zusammen mit den Staatssekretären des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur den Lenkungskreis der Plattform. Der habilitierte Physiker ist ehemaliger Vorstandsprecher der SAP AG.

Prof. Dr. Christoph Meinel

Christoph Meinel (Univ.-Prof., Dr. sc. nat., Dr. rer. nat., 1954) ist wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI). Christoph Meinel ist ordentlicher Professor (C4) für Informatik und hat den Lehrstuhl für Internet-Technologien und –Systeme am HPI inne. Seine besonderen Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Internet- und Informationssicherheit und Web 3.0: Semantic, Social, Service Web, sowie im Bereich innovativer Internetanwendungen und -Systeme, vor allem zum e-Learning & Tele-Teaching und zur Telemedizin. Daneben ist er aktiv in der Innovationsforschung rund um die Stanforder Innovationsmethode des Design Thinking. Frühere Forschungsinteressen lagen im Bereich der theoretischen Grundlagen der Informatik in den Gebieten Komplexitätstheorie und effiziente OBDD-basierte Algorithmen und Datenstrukturen.

Christoph Meinel lehrt am HPI in den Bachelor- und Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering" und in der School of Design Thinking. Er bietet MOOCs an auf der openHPI-Plattform und betreut zahlreiche Doktoranden. Zudem ist er Honorarprofessor an der Informatik-Fakultät der Technischen Universität Peking und lehrt als Gastprofessor an der Shaghai Universität. An der Universität Luxembourg ist er Research Fellow am interdisziplinären Zentrum SnT. Zusammen mit Prof. Larry Leifer von der Stanford University ist er Programmdirektor des HPI-Stanford Design Thinking Research Programms.

Christoph Meinel ist Autor bzw. Co-Autor von 9 Büchern und 4 Anthologien sowie diversen Tagungsbänden. Er hat mehr als 400 wissenschaftliche Arbeiten in angesehenen wissenschaftlichen Journalen und auf internationalen Konferenzen veröffentlicht. Darüber hinaus ist er Herausgeber der elektronischen Fachzeitschriften ECCC – Electronic Colloquium on Computational Complexity, ECDTR - Electronic Colloquium on Design Thinking Research, des IT-Gipfelblogs, des tele-TASK-Archivs und von openHPI. Meinel ist Mitglied von acatech, der Nationalen Deutschen Akademie für Technikwissenschaften und zahlreichen wissenschaftlichen Gremien und Aufsichtsräten.

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